Anlass war die von der Gruppe "Zukunft findet Stadt" initiierte Übergabe einer künstlerisch modifizierten „Best-Zeit-Story“ von Ivan Köves an die Marler Bürgerschaft. Das berühmte Foto-Fresko hing einst im Original in der Cafeteria des alten Hallenbades und dürfte vielen Badegästen aus früheren Besuchen noch in bester Erinnerung sein.
Foto-Fresko in zeitgemäßem Design
Jamin Mahmood hatte die neue Best-Zeit-Story nach den Vorstellungen seines kürzlich verstorbenen Großvaters überarbeitet und in ein zeitgemäßes Design überführt. Prof. Sammy Molcho, einer der bedeutendsten Pantomimen unserer Zeit, hatte für die „Best-Zeit-Story“ intensiv mit Ivan Köves zusammengearbeitet und berichtete als Zeitzeuge über die Entstehung des Kunstwerkes.
Aus West-Side-Story wurde die Best-Zeit-Story
Für die Best-Zeit-Story hatte Ivan Köves die Abläufe einer Schwimmbewegung fotografisch exakt festgehalten und die einzelnen Bilder zu einem Gesamtkunstwerk komponiert. Dabei folgte er dem Aufbau des Amerika-Liedes aus Leonhard Bernsteins West-Site-Story, die er in eine Best-Zeit-Story übertrug.
Musiker, Philosoph und Fotograf
Ivan Köves gehörte nach seinem Studium der Kunst, Musikwissenschaft und Philosophie zu jenen Musikern, die während der Niederschlagung der Demokratiebewegung in Ungarn 1956 nach Wien geflüchtet waren und dort die Philharmonia Hungarica gegründet hatten. Das Orchester fand schließlich 1960 auf Betreiben von Bürgermeister Rudolf Heiland eine neue Heimat in Marl.
Engagierter Fotograf der Marler Aufbruchsstimmung
In Marl entwickelte Ivan Köves eine neue Formensprache und den Begriff der visuellen Kommunikation, die die Gedanken hinter den Motiven deutlich machen will. In seinen Bildbänden über Marl dokumentierte er mit technischer Perfektion und dem geschulten Blick des Fotografen die rasante städtebauliche Entwicklung in den 60er und 70er Jahren und wurde – so Bürgermeister Werner Arndt – „zum engagierten Fotografen der Aufbruchsstimmung in unserer Stadt“.
Bürgerschaftliches Engagement für ein bedeutendes Kunstwerk
Bürgermeister Werner Arndt dankte der Kulturinitiative „Zukunft findet Stadt“ um Monika Kaczerowski ganz herzlich für ihr Engagement, ebenso allen Unterstützern und Sponsoren wie Stefan Rüter (News Media) und Prof. Hubert Schulte-Kemper, Honorarkonsul der Republik Ungarn.
Die Veranstaltung wurde von über 100 Menschen besucht und von Hella Sinnhiber moderiert.