„Aktuell befinden sich noch keine unbegleiteten Kinder und Jugendliche in unserer Stadt“, sagt Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe. „Gleichwohl möchten wir als Verwaltung den Bestand an Pflegefamilien gern erweitern. So können wir Minderjährige, die ein ganz besonderes Schutzbedürfnis haben, im Bedarfsfall schnell und sicher unterbringen“. Akut gebe es aber „noch keinen Bedarf“.
Pflegefamilie können Familien, Paare oder Alleinstehende werden, wenn sie Zeit für Unterstützungen und Begleitungen aufbringen können, ein Zimmer frei haben, gesicherte finanzielle Verhältnisse gegeben sind, ein erweitertes Führungszeugnis vorliegt, gute Deutschkenntnisse vorhanden sind, ein Aufenthaltsstatus gesichert ist und sie persönlich geeignet sind.
„Wir wünschen uns Familien, die sich offen mit einer anderen Kultur, anderen Gewohnheiten und einer anderen Sprache sowie den Folgen von Kriegstraumata sensibel auseinandersetzen, die diese Kinder und Jugendlichen möglicherweise erfahren haben“, erklärt Claudia Schwidrik-Grebe.
Interessierte melden sich bitte telefonisch montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr telefonisch unter (02365) 96760 oder per E-Mail an psychologische.beratungsstelle(at)marl.de. Der Pflegekinderdienst der Stadt Marl nimmt Kontakt zu Interessenten auf und überprüft sie entsprechend.