Würdigung von historischer Kunst am Bau
„Der Waldsiedlung bleibt ein künstlerisches Highlight erhalten“, freut sich Bürgermeister Werner Arndt. Die Versetzung der Eisenzeichnung sei „ein Symbol der Würdigung von historischer Kunst am Bau und stellt zugleich eine Bereicherung für den Stadtteil Marl-Hamm dar.“ Das Wandbild mit seiner idyllischen Tierwelt erzeugt beim Betrachten eine friedvolle Stimmung und spiegelt die Naturverbundenheit des Künstlers Hermann Moog wider.
Unmittelbare Begegnung mit der Kunst
„Die Eisenzeichnung ermöglicht eine unmittelbare Begegnung mit der Kunst, die für jeden leicht verständlich ist“, erklärt Georg Elben, Leiter des Skulpturenmuseum Glaskasten, der sich für einen reibungslosen Standortwechsel verantwortlich gezeigt hatte. Mit der Versetzung des Kunstwerkes, das das vor dem Abriss stehende Gebäude der ehemaligen Herrmann-Claudius-Schule zierte, folgt die Verwaltung der Initiative des Kulturausschusses der Stadt Marl. Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Dargel und Mitglied des Ausschusses Werner Müller setzten sich dafür ein, dass die Eisenzeichung als öffentlich zugängliche Kunst am Bau erhalten bleibt. Schnell fiel die Wahl auf das OGS-Gebäude der Käthe- Kollwitz-Schule. Inmitten der Waldsiedlung fügt sich das Kunstwerk perfekt in die Umgebung ein und ist für jeden wahrnehmbar.
Zum Künstler Hermann Moog (1901 - 1974):
Moog war ein deutscher Maler und Zeichner aus Westfalen. In vielen seiner Bilder lässt sich seine Liebe zur Natur erkennen. Vordergründig zeichnete er Landschaften, Horizonten, Bäume, Wege und Gewässer. 1950 begann Moog seine kunstpädagogische Tätigkeit an der insel-Volkshochschule (VHS) in Marl. Weitere Berufungen als Kunstlehrer folgten. Er führte seine Schüler in Kursen in die Landschafts-, Architektur- und Stilleben-Malerei ein. In den 1950er Jahren begründete er in der Marler insel-VHS zudem die erste Kindermalschule Deutschlands.