Vereinbarkeit von Beruf und Pflege - Fachkräfte sichern

Wie können Unternehmen Fachkräfte langfristig binden und gleichzeitig ihre Arbeitgeberattraktivität stärken? Eine Antwort darauf liegt auch im Umgang mit Beschäftigten, die neben dem Beruf Angehörige pflegen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Marl macht vor diesem Hintergrund auf das Landesprogramm NRW „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ aufmerksam und ruft Unternehmen in Marl dazu auf, sich mit diesem wichtigen Zukunftsthema aktiv auseinanderzusetzen.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gewinnt in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen übernehmen neben ihrer beruflichen Tätigkeit Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige - häufig kurzfristig und mit hohen organisatorischen und emotionalen Herausforderungen. Denn für Unternehmen stellt sich damit zunehmend die Frage, wie sie ihre Mitarbeitenden in solchen Lebenssituationen unterstützen können. Pflege von Angehörigen ist längst kein Randthema mehr: Schätzungen zufolge übernimmt ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen im Laufe des Berufslebens Pflegeverantwortung im familiären Umfeld. Für viele Beschäftigte bedeutet das, berufliche Anforderungen und private Verpflichtungen miteinander vereinbaren zu müssen - eine Herausforderung, die nicht selten zu hoher Belastung führt.

Nachhaltige Unterstützung

Genau dort setzt das Landesprogramm NRW an: Es unterstützt Unternehmen, Behörden und Organisationen dabei, tragfähige Strukturen für pflegende Beschäftigte auszubauen und das Thema nachhaltig in die eigene Unternehmenskultur zu integrieren. Insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels wird deutlich, dass eine familien- und pflegesensible Unternehmenskultur weit mehr ist als ein freiwilliges Zusatzangebot. Die Unterstützung von Beschäftigten in schwierigen Lebenssituationen trägt wesentlich dazu bei, Motivation, Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität zu stärken und kann sich damit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen entwickeln.

Kostenfreie Teilnahme

Die Teilnahme am Landesprogramm ist kostenfrei. Unternehmen, die sich beteiligen, unterzeichnen eine Charta und können ihr Engagement für die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege unter anderem durch die Einbindung eines digitalen Siegels sichtbar machen. Gleichzeitig erhalten sie Zugang zu verschiedenen Unterstützungsangeboten. Dazu zählen Informationsmaterialien, ein Willkommenspaket, digitale Hilfestellungen wie der Pflegekoffer sowie Qualifizierungsangebote für die betriebliche Praxis.

Auf Entwicklungen reagieren

Für Unternehmen bietet das Programm die Chance, frühzeitig auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren und sich als moderner und verantwortungsbewusster Arbeitgeber zu positionieren. Dies ist insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Marl begrüßt das Angebot des Landes Nordrhein-Westfalen ausdrücklich und empfiehlt den Marler Unternehmen, sich näher über das Programm zu informieren und die Unterstützungsangebote für das eigene Unternehmen in den Blick zu nehmen. 

Detaillierte Informationen zum Landesprogramm und zur Teilnahme sind unter www.berufundpflege-nrw.de zu finden. Bei Rückfragen steht die Wirtschaftsförderung der Stadt Marl (Sabien Seelemeyer, Tel.: 02365 99-2792, sabien.seelemeyer(at)marl.de) gerne zur Verfügung.

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Symbolbild pexels