Stadt untersagt Nutzung eines Hochhauses an der Bergstraße

Die Stadt Marl hat am Donnerstag (29.1.) die Nutzung eines Hochhauses an der Bergstraße untersagt. Die Bauordnung sprach eine entsprechende Nutzungsuntersagung für das Gebäude aus. Hintergrund sind anhaltende bauliche und ordnungsrechtliche Mängel. Die Stadt will in Zukunft noch entschlossener gegen Missstände in Problemimmobilien vorgehen.

Wie die Stadt mitteilt, waren vor Ort Mitarbeitende der Bauordnung, des Ordnungsamtes, der Servicestelle Wohnen sowie ein Mitarbeiter der RE/init e.V. aus dem Projekt „NetVest“. Im weiteren Verlauf wurde auch die Polizei hinzugezogen. Der Einsatz verlief ruhig und koordiniert. Die Zusammenarbeit der beteiligten Ämter und Institutionen funktionierte reibungslos. Zum Zeitpunkt der Maßnahme hielten sich 15 Bewohner aus drei Familien in dem Gebäude auf. Zwei Familien konnten kurzfristig eigenständig Ersatzwohnraum finden. Eine weitere Familie wurde durch die Stadt vorübergehend in einer städtischen Unterkunft untergebracht. Der Sozialdienst Wohnen ist bereits in die Betreuung eingebunden und hat erste Unterstützungsangebote terminiert.

Die Bauordnung hat das Gebäude am Nachmittag umgehend gesichert und vernageln lassen. Ein detaillierter Bericht zur Maßnahme soll der Verwaltung in Kürze vorgelegt werden. Bürgermeister Thomas Terhorst zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf: „Alles ist störungsfrei verlaufen. Wir schauen bei Problemhäusern sehr genau hin und verfolgen eine konsequente Linie, indem wir uns nachhaltig kümmern. Ich danke allen beteiligten Akteuren für diese konzertierte Aktion.“ Die Verwaltung betont, dass sie künftig noch entschiedener gegen Missstände in Problemimmobilien vorgehen, die Situation vor Ort eng begleiten und gemeinsam mit den beteiligten Stellen weitere Maßnahmen erarbeiten wird. Dabei steht der Schutz der Bewohner ebenso im Fokus wie eine nachhaltige Verbesserung der Wohn- und Sicherheitsverhältnisse. Das betroffene Gebäude war zuletzt auch in den sozialen Medien thematisiert worden.

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Die Bauordnung hat das Gebäude am Donnerstag umgehend gesichert und vernageln lassen. Foto: Stadt Marl / Pressestelle