Konkret verzichtet die Stadt im geschlossenen Waldbereich westlich des großen Teichs vollständig auf den Einsatz schwerer Forstmaschinen in den bislang vorgesehenen Rückegassen. Wie Michael Lauche, Leiter des Zentralen Betriebshofes, erklärte, wird die im Rahmen des Parkumbaus geplante Durchforstung dieses Bereiches aufgegeben. Stattdessen entsteht dort ein Naturwald, der entsprechend gekennzeichnet wird. Auch für die Zukunft sind in diesem Bereich keine forstwirtschaftlichen Eingriffe mit schwerem Gerät mehr geplant.
Aufgabe von Wegen
Darüber hinaus werden innerhalb des Waldbestandes zwei untergeordnete Wegabschnitte aufgegeben. Diese Wege stehen der Erholungsnutzung künftig nicht mehr zur Verfügung und sollen sich schrittweise naturnah entwickeln. Die an diesen Wegstrecken markierten Bäume bleiben ebenfalls erhalten.
Verkehrssicherheit gewährleisten
An den Hauptwegen hält die Stadt Marl jedoch an notwendigen Fällungen fest. Wie die Technische Dezernentin Andrea Baudek erläuterte, ist die Stadt als Eigentümerin des Geländes verpflichtet, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die Hauptwege werden ausgebaut und für höhere Belastungen, etwa durch Rettungsfahrzeuge, ertüchtigt. Dafür erhalten sie einen besonders tragfähigen, wassergebundenen Unterbau. Bäume, deren Wurzelbereiche durch diese Arbeiten beeinträchtigt würden oder die auf die Wege stürzen könnten, müssen aus Gründen der Standsicherheit entfernt werden.
Entnahme geschädigter Bäume möglich
Förster Markus Herber vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW wies darauf hin, dass aus fachlicher Sicht für einen langfristigen, klimaangepassten Umbau des Waldbestandes grundsätzlich auch die Entnahme geschädigter Bäume sowie solcher erforderlich sein kann, die die Entwicklung gesunder Jungbäume oder sogenannter Habitatbäume beeinträchtigen. Auf einen Teil dieser Maßnahmen wird im Volkspark nun verzichtet.
Die Stadt wird den weiteren Verlauf der Maßnahmen weiterhin transparent begleiten und den politischen Gremien sowie der Öffentlichkeit über den Fortgang informieren.
