Sicherheit in Marl-Hüls spürbar verbessert

Die Ergebnisse des Runden Tisches zum Thema Sicherheit in Marl-Hüls zeigen Wirkung. Die Stadt Marl hat mit Vertreterinnen und Vertreter aus Gewerbe, Schulen, Polizei sowie weitere Netzwerkpartner vor Ort ein Maßnahmenpaket entwickelt, das inzwischen erfolgreich umgesetzt wurde.

Bürgermeister Thomas Terhorst zeigt sich erfreut über die Entwicklung: „Die ersten Ergebnisse bestätigen, dass wir mit dem Runden Tisch den richtigen Weg eingeschlagen haben. Es ist ein starkes Signal, dass die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten bereits so schnell zu konkreten Verbesserungen führt. Mein Dank gilt allen Partnern, die sich hier mit großem Engagement für mehr Sicherheit in Marl-Hüls einsetzen.“

Aktuelles Lagebild erstellt

Grundlage der Beratungen bildete ein aktuelles Lagebild, das verschiedene Jugendgruppen in den Fokus rückte. Diese hielten sich vermehrt im Umfeld des Gymnasiums im Loekamp (GiL) auf. Dabei zeigte sich ein dynamisches Verhalten: Die Gruppen wechselten ihre Aufenthaltsorte, unter anderem in Richtung Osten zum Bereich der Martin-Luther-King-Schule. Auch das Umfeld der Ernst-Immel-Realschule sowie die Fußgängerzone wurden als Treffpunkte identifiziert.

Präsenz vor Ort verstärkt

Als Reaktion darauf wurde die Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOM) vor Ort deutlich erhöht. Insbesondere in den Abendstunden finden nun regelmäßige Streifen statt. Ergänzend hat die Polizei eine mobile Wache eingerichtet, um die Ansprechbarkeit und Sichtbarkeit weiter zu verbessern.

Präventive Arbeit

Diese Maßnahmen zeigen bereits konkrete Ermittlungserfolge im Zusammenhang mit Vandalismusschäden. Gleichzeitig wird präventiv gearbeitet: Das Jugendamt prüft derzeit gemeinsam mit externen Partnern, wie zusätzliche Angebote vor Ort für die betroffene Zielgruppe geschaffen werden können.

Situation verbessert

Auch städtebauliche und ordnungsrechtliche Maßnahmen tragen zur Verbesserung der Situation bei. Die „Deichmann-Passage“ in der Fußgängerzone wird derzeit von den Werbetreibenden gezielt wiederbelebt. So könnte durch höhere Frequentierung die soziale Kontrolle gestärkt werden. Der Zentrale Betriebshof (ZBH) prüft zudem eine Optimierung der Beleuchtung in diesem Bereich.

Betretungsverbot bei Dunkelheit

Am Schulhof des Gymnasiums im Loekamp wurden ebenfalls Maßnahmen umgesetzt: Neben der Videoüberwachung sorgen eine verbesserte Ausleuchtung sowie ein Betretungsverbot bei Einbruch der Dunkelheit für mehr Sicherheit. „Seit Einführung der Videoüberwachung sind dort keine Vorkommnisse bzw. keine Vandalismusschäden mehr registriert worden. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die verstärkte Streifentätigkeit“, erklärt Ordnungsamtsleiter Maik Luczak.

Positive Zwischenbilanz

Die beteiligten Akteure ziehen insgesamt eine positive Zwischenbilanz. Die enge Zusammenarbeit aller Partner vor Ort hat sich als entscheidender Erfolgsfaktor erwiesen. Ziel bleibt es, die erreichten Fortschritte nachhaltig zu sichern und Marl-Hüls weiterhin als sicheren Lebensraum zu stärken.

Digitaler Austausch geplant

Beim Kommunalen Ordnungsdienst gibt es zudem für die kommenden Monate weitere konkrete Pläne. So soll in Zukunft der Austausch der Leitstelle mit den Einsatzkräften in der Stadt ausschließlich digital laufen, um effizienter zu werden und damit die Einsatzzeiten zu verkürzen. Und wenn die Videoüberwachung weiter erfolgversprechend bleibt und ähnliches für die kommende Radarüberwachung gilt, dann soll Ende des Jahres überlegt werden, ob dies ausgebaut werden kann; zumal Fördermittel in Aussicht sein können, um die man sich bemühen werde.

Mobile Wache soll eingerichtet werden

Darüber hinaus wird der KOM eine mobile Wache einrichten, um vor Ort ansprechbar zu sein. Erste Termine sollen im Mai feststehen. Dann will die Stadt Marl Orte und Daten für die mobilen Sprechstunden in den Stadtteilen bekanntgeben. Außerdem werden nach der bereits erfolgten Einstellung von fünf neuen Mitarbeitenden ab Mai zwei feste Streifen jeweils um die Stadtmitte sowie Hüls kümmern, um vor Ort bekannte Gesichter für die Bürgerinnen und Bürger zu haben.

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Symbolbild Stadt Marl / Pressestelle