Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Die Stadt hat in den Sommerferien einen einjährigen Verkehrsversuch an sechs Grundschulen gestartet und sogenannte „Schulstraßen“ eingerichtet. Mit dem Pilotprojekt soll die Verkehrssituation insbesondere zu den Stoßzeiten entlastet und geprüft werden. Die Verwaltung gibt zudem rechtzeitig zum Schulstart Tipps für den sicheren Schulweg.

Pilotprojekt an Grundschulen gestartet 

Die Stadt erhofft sich mit dem Pilotprojekt einen sicheren und bewegungsaktiven Schulweg für die Kinder sowie weniger Elterntaxis. „Wir wollen den Hol- und Bringverkehr besser organisieren und so die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler erhöhen“, erklärt Bürgermeister Thomas Terhorst. Der Verkehrsversuch läuft zunächst für ein Jahr an der Overbergschule, Grundschule Sickingmühle, Aloysiusschule, Bonifatiusschule, Haard-Johannes-Schule und Heinrich-Kielhorn-Schule. Dort wurden der Stadt unter anderem gefährliche Wendemanöver gemeldet. Zum Schulstart am Mittwoch (2.9.) gilt deshalb an den sechs Grundschulen zum Unterrichtsbeginn zum Beispiel ein zeitlich befristetes Durchfahrtsverbot für Kraftfahrzeuge. Anwohnende sind von dem Durchfahrtsverbot ausgenommen.

Umfassende Auswertung

Der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei werden die neue Regelung intensiv überwachen. „Das Pilotprojekt dient dazu, solche Regelungen unter realen Bedingungen zu erproben. Ergebnisoffen und mit dem Ziel, fundierte Entscheidungen für mehr Verkehrssicherheit zu treffen“, sagt Ordnungsamtsleiter Maik Luczak. Die Stadt wird die Ergebnisse mit Eltern, Lehrkräften und Anwohnenden zu einem späteren Zeitpunkt besprechen. Gemeinsam mit der Polizei folgt eine umfassende Auswertung. Die Entscheidung, ob die Schulstraßen dauerhaft eingerichtet werden, wird nach Ablauf des Verkehrsversuchs getroffen. Bis dahin bleiben die Schulstraßen bestehen. Verkehrsändernde Maßnahmen, welche zur Verbesserung des Versuchs beitragen, sind in dieser Zeit aber nicht ausgeschlossen. 

Schritt für Schritt vorbereiten

Zum Schulstart empfiehlt die Stadt Eltern, ihre Kinder frühzeitig und Schritt für Schritt auf den selbständigen Schulweg vorzubereiten. Dabei sollte nicht der kürzeste Weg, sondern vor allem der sicherste Schulweg gewählt werden. Eltern sollten den Schulweg bereits vor dem ersten Schultag mehrfach gemeinsam mit ihrem Kind abgehen und dabei auf mögliche Gefahrenstellen achten. Dazu gehören insbesondere Straßenquerungen, Kreuzungen, Ein- und Ausfahrten sowie Bereiche mit hohem Verkehrsaufkommen. Wichtig ist, dass Kinder lernen, möglichst sicher zu queren. Zudem ist entscheidend, dass Kinder die wichtigsten Verkehrsregeln kennen und diese praktisch anwenden können: stehen bleiben, aufmerksam nach links und rechts schauen und erst dann eine Straße überqueren, wenn dies sicher möglich ist. Dieses Verhalten sollte regelmäßig geübt werden.

Elternhaltestellen nutzen

Die Stadt rät außerdem davon ab, Kinder unmittelbar mit dem Auto bis vor das Schulgelände zu bringen. Die Elterntaxis können gerade im unmittelbaren Schulumfeld zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen führen. Wenn ein Auto ausnahmsweise erforderlich ist, sollten Eltern die ausgewiesenen Elternhaltestellen nutzen.

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