Keine Blaualgen im Loemühlenteich

Im Wasser des Loemühlenteichs konnten keine Giftstoffe von Cyanobakterien nachgewiesen werden. Das zeigt das Ergebnis der Untersuchung der Gewässerproben, die durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) beauftragt wurde.

Giftstoffe wie Cyanobakterien (oft als Blaualgen bezeichnet) können tödliche Folgen für Vögel oder Fische haben. Dagegen wurden in den Proben eine Vielzahl von Substanzen aus häuslichem und landwirtschaftlichem Abwasser sowie Reifenabrieb und Industriechemikalien festgestellt. Dies betrifft die Proben sowohl aus dem Loemühlenbach als auch aus dem betroffenen Loemühlenteich. „Ursachen für das beobachtete Tiersterben lassen sich ursächlich hieraus jedoch nicht ableiten“, sagt Andrea Baudek, Technische Dezernentin der Stadt Marl.

Hitzestress könnte Todesursache sein

Zum aktuellen Zeitpunkt geht das LANUK davon aus, dass die Wasservögel an Toxinen von Clostridium botulinum (produziert das biologische Nervengift Botulinumtoxin) und die Fische des Loemühlenteichs an Hitzestress und Sauerstoffmangel starben. 

Elektrobefischung im City-See

„Zudem ist heute ebenfalls das Ergebnis der Elektrobefischung im City-See eingegangen“, teilt Vivien Wiers, Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, mit. Dabei wurde festgestellt, dass die Fischfauna im City-See nicht der eines natürlichen Sees entspricht. Die vorgefundenen invasiven Arten (Blaubandbärblinge, Sonnenbarsche, Schwarzmundgrundeln und Koi) beeinflussen das Ökosystem negativ.

Sauerstoffgehalt nicht kritisch

Bei der Fischbestandsuntersuchung und im Vorfeld wurden keine kritischen Wasserwerte im Zusammenhang mit Sauerstoffgehalt, pH-Wert oder Leitfähigkeit gemessen. Diese Werte unterliegen jedoch in Abhängigkeit von Wetter und Messzeitpunkt immer wieder Veränderungen.

Neuaufbau des Fischbestandes

Im Ergebnisbericht werden als mögliche mittelfristige Maßnahmen der Einsatz von Raubfischen, die Befischung oder eine Trockenlegung mit vollständigem Neuaufbau des Fischbestandes empfohlen.

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Symbolbild Stadt Marl / Pressestelle