Janoska Ensemble berauscht sich im steten Stilwechsel

Das international gefeierte Janoska Ensemble gastiert am Samstag, 24. Januar 2026, um 19 Uhr im Theater Marl. Im Rahmen der Maestro-Konzertreihe präsentieren die vier Musiker ihr aktuelles Programm „Maestro“ unter anderem mit Werken von Strauss, Vivaldi, Bach, Waxman und Brubeck. „Polyglott“ wird ihre Musiksprache genannt, die bunte Stilmischung ist zudem in ihren auffallenden Programmen als „Janoska Style“ inzwischen unverwechselbar.

Gold-Status bei Deutsche Grammophon

Drei Brüder aus Bratislava und ein Schwager aus Konstanz – eine gemeinsame Vision: Ondrej und Roman Janoska (Violinen), František Janoska (Klavier) und Julius Darvas (Kontrabass) bilden ein Familienensemble mit internationalem Renommee. Von der Carnegie Hall bis zur Elbphilharmonie begeistert das Quartett Publikum und Kritik gleichermaßen – auch mit großem kommerziellen Erfolg. Die Alben Janoska Style (2016) und Revolution (2019) erreichten jeweils Gold-Status bei Deutsche Grammophon. Im Oktober 2024 erschien das vierte Album „The Four Seasons“, das Antonio Vivaldis berühmten Zyklus in Janoska-Manier neu interpretiert – auch auf Vinyl.

Große Europa-Tournee

„Dieses Quartett verschiebt die Grenzen zwischen Bach und Balkan oder zwischen Vivaldi und Jazz so gründlich, dass am Ende nur noch eines zählt: der Moment“, schwärmt die städtische Konzertreferentin Evelyn Fürst-Heck. Wenn František, Ondrej und Roman Janoska gemeinsam mit ihrem Schwager Julius Darvas die Bühne betreten, startet eine musikalische Expedition ins Unbekannte. Mit ihrem aktuellen Programm ist das Ensemble derzeit auf großer Europa-Tournee unterwegs und macht auch in Marl Station.

Die Freiheit des Augenblicks

Zwei Violinen, Klavier und Kontrabass – das klingt zunächst klassisch. Aber in der Behandlung durch das Janoska Ensemble wird es auch zum Gegenteil davon. Denn diese vier versierten Musiker engagieren sich seit ihrer Ensemblegründung 2013 für ein hohes Ziel: der klassischen Musik das zurückzugeben, was ihr im Laufe der Jahrhunderte abhandenkam – die Freiheit des Augenblicks. Das Janoska Ensemble bringt die Improvisation zurück dorthin, wo sie im 18. Jahrhundert selbstverständlich war, angereichert mit dem ganzen Erfahrungsschatz des 21. Jahrhunderts.

Expedition ins Unbekannte

Vivaldis Winter wird in der Behandlung durch das Janoska-Ensemble zu „Dancing in the Snow“ – und plötzlich wirbeln Balkanrhythmen durch venezianische Barockarkaden. Der Sommer aus Vivaldis berühmtem Zyklus mutiert zu „Caribbean Vibes“ und lässt Vivaldi, auch „roter Priester aus Venedig" genannt, posthum Karibikurlaub machen. Das Ganze ist alles andere als schnöder Crossover-Klamauk – denn dafür nehmen die Janoskas die alten Meister viel zu ernst. Denn diese haben es verdient, dass man sie mit heutigen Mitteln ins Jetzt zurückholt.

Spontane Verwandlungskunst

Janoskas neue, auch auf ihrem aktuellen Album aufgenommene, Vivaldi-Bearbeitungen sind beim Konzert im Rahmen der Maestro-Reihe in bester Gesellschaft mit weiteren illustren Beispielen dieser spontanen Verwandlungskunst, für die das Janoska Ensemble mittlerweile weltweite Anerkennung erfährt: Johann Strauss‘ „Fledermaus-Ouvertüre in Janoska Style" lässt Walzerseligkeit auf Jazz-Harmonien treffen. In František Janoskas Eigenkompositionen „Souvenir pour Elise“ und "Leo's Dance" wird individuell Farbe bekannt. Wilder soll es zur Sache gehen, wenn Waxmans Carmen-Fantasie als theatralisches Großereignis die Bühne füllt. Bachs Air gönnt sich im Spiel des Janoska Ensembles neue, überraschende Atempausen und Dave Brubecks „Blue Rondo à la Turk“ will austesten, wie weit sich das Theater Marl ins Swingen versetzen lässt.

Neue Schneisen ins Unbekannte

Die Arrangements des Janoska Ensembles funktionieren wie Landkarten für eine Expedition: Die vertrauten Melodien sind die markierten Pfade, doch die Musiker schlagen ständig neue Schneisen ins Unbekannte. Jazz-Harmonien hier, folkloristische Einsprengsel da, und mittendrin bildet die Kunst der Improvisation den strukturierenden Motor. Mit diesem Handwerkszeug wird für die vier Musiker mit Wiener und Bratislavaer Wurzeln die gesamte Musikgeschichte zum Ideenreservoir für musikalische Gegenwart.

Karten für das Maestro-Konzert sind im Stadtinformationsbüro i-Punkt sowie online unter theater-marl.de erhältlich.

 

Termin: Samstag, 24. Januar 2026, 19:00 Uhr
Ort: Theater Marl
Programm: „Maestro“ – Werke von Strauss, Vivaldi, Bach, Waxman, Brubeck u. a. (alle in Janoska Style)
Tickets & Infos: i-Punkt und theater-marl.de

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Das Janoska Ensemble berauscht sich im steten Stilwechsel. Improvisationskunst zwischen Barock, Jazz und Weltmusik wartet auf das Publikum am 24. Januar 2026 im Theater Marl.