gate.ruhr: Stadt pocht auf frühzeitigere Entwicklung

Die Stadt treibt die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebietes gate.ruhr weiter entschlossen voran. Nach der erfolgreichen Ansiedlung von Thalia verzögert sich die Verfügbarkeit der südlichen Flächen aber bis Ende 2029. Das teilte die RAG Montan Immobilien (RAG MI) zuletzt mit. Die ehemalige Bergwerksfläche in Marl-Hamm wird erst 2030 für Industrie nutzbar. „Für uns bleibt das Areal ein zentrales Projekt für wirtschaftliche Entwicklung und Strukturwandel“, erklärt Bürgermeister Thomas Terhorst. „Vor dem Hintergrund der Krise in der Chemieindustrie kommt die Meldung der RAG MI daher zur Unzeit.“

Hintergrund der zeitlichen Verschiebung sind laufende Arbeiten im Abschlussbetriebsplan-Verfahren auf dem Gelände Auguste Victoria 3/7. Nach Angaben der RAG Montan Immobilien gehören dazu weitere Rückbau- und Umbaumaßnahmen in mehreren Bauabschnitten. Zudem ist nach aktuellem Stand eine ökologische Verbesserungsmaßnahme mit einer Laufzeit von drei Jahren ab Anfang 2027 vorgesehen.

“Rückschlag für die wirtschaftliche Entwicklung”

Bürgermeister Thomas Terhorst erklärt: „Die Verzögerung ist ein Rückschlag für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt und für den Strukturwandel in der Region. Gerade deshalb kommt es jetzt darauf an, nicht nachzulassen und entschlossen weiterzuarbeiten. Wir werden im engen Schulterschluss mit der RAG Montan Immobilien am Ball bleiben, um für Marl Perspektiven zu sichern und die Entwicklung des Standorts weiter voranzubringen.“

Auch Marls Wirtschaftsförderer Dr. Manfred Gehrke unterstreicht die Bedeutung von gate.ruhr: „Wir brauchen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Gewerbesteuer. Umso wichtiger ist es, dass wir die Entwicklung dieses Standorts mit Nachdruck begleiten“, sagte er heute im Planungsausschuss. „Klar besteht das Risiko, dass Investoren, die wir fest im Blick hatten, abspringen. Wir setzen jetzt alles daran, die Perspektiven für Marl zu erhalten und jahrelange Arbeit nicht ins Leere laufen zu lassen.“

“Brauchen weitere innovative Unternehmen”

Mit der Ansiedlung von Thalia ist bereits deutlich geworden, welche Entwicklungschancen in gate.ruhr liegen. Gut 50 Mitarbeitende sind am neuen Standort in Marl bereits beschäftigt, bis zum Herbst sollen es bereits mehr als 200 werden, anschließend dauerhaft 600. Bis zu 1.000 attraktive und qualifizierte Arbeitsplätze werden mit dem Omni-Channel-Hub in der Spitze in der Region geschaffen. Anfang Oktober soll der neue Hub offiziell eröffnet werden.

Fest steht: Gate.ruhr bietet großes Potenzial für Arbeitsplätze, Investitionen und neue wirtschaftliche Impulse für Marl. „Wir brauchen nun weitere innovative Unternehmen, um den Strukturwandel erfolgreich zu bewältigen“, betont Bürgermeister Thomas Terhorst. „Deshalb werden wir die Entwicklung von gate.ruhr auch weiterhin mit voller Überzeugung weiter vorantreiben.“

https://gate.ruhr/de/

Zurück

Die Verfügbarkeit der südlichen Flächen des ehemaligen Bergwerks AV 3/7 verzögert sich bis Ende 2029. Foto: RAG MI / Stachelhaus