Fahrradverleihsystem kommt ab August auch nach Marl

Die Stadt Marl stellt die Weichen für eine moderne und umweltfreundliche Nahmobilität: Ab August 2026 wird das ruhrgebietsweite Fahrradverleihsystem „metropolradruhr“ flächendeckend im Stadtgebiet ausgerollt. Mit insgesamt 20 Stationen – verteilt von Polsum bis Sinsen – erhalten die Bürgerinnen und Bürger einen flexiblen und klimafreundlichen Anschluss an den Nahverkehr. Bürgermeister Thomas Terhorst und die Technische Dezernentin Andrea Baudek stellten das zukunftsweisende Projekt jetzt offiziell vor.

„Mit den 20 neuen Stationen schaffen wir ein dichtes Netz über das gesamte Stadtgebiet, das die Erreichbarkeit im Nahbereich massiv verbessert und die Verknüpfung mit Bus und Bahn stärkt. Das ist ein echter Meilenstein für den Klimaschutz und die smarte Mobilität in Marl“, erklärt Bürgermeister Thomas Terhorst. Ziel ist auch, Ziel ist es, die sogenannte „letzte Meile“ zwischen Wohnort, Arbeitsplatz sowie Bus- und Bahnhaltestellen einfacher und umweltfreundlicher zu gestalten.

Abgabe auch in einer anderen Stadt möglich

Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr ist bereits seit 2010 ein etabliertes und bewährtes Angebot im Ruhrgebiet. Durch eine Neuausschreibung der Konzession durch den Regionalverband Ruhr (RVR) wächst das Verbundnetz nun zum größten Fahrradverleihsystem in ganz Deutschland heran. Insgesamt verdoppelt sich das Angebot von 500 Stationen (mit 2.500 Fahrrädern) auf 1.000 Stationen und rund 5.700 Fahrräder. Ein großer Vorteil für die Nutzerinnen und Nutzer ist die städteübergreifende Flexibilität: Ein in Marl geliehenes Rad kann problemlos in einer anderen teilnehmenden Stadt des Ruhrgebiets wieder abgestellt werden.

Kooperation mit dem Kreis RE

Möglich wird die Erweiterung durch eine enge Kooperation im Kreis Recklinghausen. Die Kreisverwaltung hat die Schirmherrschaft sowie die vollständige Finanzierung der Betriebskosten für das Basisangebot über den Konzessionszeitraum von fünf Jahren übernommen. Grundlage hierfür ist der vom Kreistag Recklinghausen beschlossene „Masterplan Mobilität“. Die Stadt Marl greift damit auf einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zur Teilnahme aus dem Jahr 2024 (Beschlussvorlage 2024/0413) zurück.

„Unser klimafreundliches Mobilitätskonzept sieht die gezielte Errichtung von sogenannten Mobilstationen vor. Wir bündeln an zentralen Punkten Haltestellen des ÖPNV mit den Angeboten des Fuß- und Radverkehrs, um eine lückenlose und komfortable Mobilitätskette zu gewährleisten“, ergänzt Dezernentin Andrea Baudek.

Alle Stationen auf einen Blick

Die genaue Stationsnetzplanung befindet sich aktuell in der finalen Abstimmung zwischen der Stadt, dem RVR und dem Kreis. Die Standorte konzentrieren sich auf das Marler Kerngebiet mit direktem Bezug zur Stadtmitte sowie zu den Bahnhöfen. Fest eingeplant sind bereits wichtige Verkehrsknotenpunkte wie Marl-Sinsen Bahnhof und Markt, Zentraler Busbahnhof (ZOB), Haltestelle Auguste Victoria 3/7, Harkortschule, Martin-Luther-King-Schule, Bürgerbad Loemühle, Marktplatz Hüls, Römerstraße, Haltestelle Paracelsus-Klinik, Haltestelle Pfarrkirche St. Josef, Langehegge/Breddenkampstraße, Rundsporthalle, Altmarkt Alt-Marl, ZBH, Marktplatz Brassert, Haltestelle Riegestraße, Haltestelle Am Theater, Techno Marl und Marl-Polsum.

Ab August geht es los

Den Zuschlag für den Betrieb hat der dänische Anbieter Donkey Republic erhalten, der bereits seit dem 1. April die ersten Bestandskommunen beliefert. Da die rund 5.700 neuen Fahrräder sukzessive produziert werden, steigen der Kreis Recklinghausen und seine zehn Städte planmäßig ab August 2026 ein.

Günstige Preise

Die neuen Räder zeichnen sich durch einen hohen Fahrkomfort aus: Sie verfügen über eine moderne 8-Gang-Schaltung und lassen sich unkompliziert per Smartphone-App an den festgelegten Stationen ausleihen und zurückgeben. Auch die Preisgestaltung ist äußerst verbraucherfreundlich: Standardtarif: 1,00 Euro pro Stunde, Monatstarif: 7,50 Euro (inklusive 60 Freiminuten pro Tag), Jahrestarif: 60,00 Euro (inklusive 60 Freiminuten pro Tag). 

Sternfahrt zur Einführung

Begleitend zur Einführung sind verschiedene Aktionen geplant. So wird ein Ausstellungsrad im Rahmen einer „Wanderrad“-Aktion durch alle Städte touren. Höhepunkt soll eine Sternfahrt am 6. September 2026 zum Kreisgartenbaulehrbetrieb sein. Die Veranstaltung verbindet die Einführung von metropolradruhr mit dem Start des Stadtradelns und der Europäischen Mobilitätswoche. Hierzu werden noch weitere Bekanntmachungen folgen.

Zurück

Freuen sich über das neue Angebot für die Marler Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste: (v. l.) Maurice Stoltenberg und Lisa Töpfer von der Verkehrsplanung, Bürgermeister Thomas Terhorst, die Technische Dezernentin Andrea Baudek und Jonas Sonntag (Leiter des Amtes für Stadtplanung und integrierte Quartiersentwicklung). Foto: Stadt Marl / Pressestelle