„Die angekündigte Schließung des Badeweihers bedauere ich sehr. Der Badeweiher ist für viele Marlerinnen und Marler weit mehr als nur ein Freibad: Er ist ein traditionsreicher Ort der Begegnung, der Erholung und der persönlichen Erinnerungen. Nach 74 Jahren endet damit ein Stück Marler Freizeit- und Stadtgeschichte. Dass Evonik diesen Schritt aus wirtschaftlichen Gründen geht, ist für viele Menschen in unserer Stadt eine sehr traurige Nachricht", so Marls Bürgermeister Thomas Terhorst in einer ersten Stellungnahme.
Thomas Terhorst für Gespräche offen
Und weiter: “Als Bürgermeister bin ich selbstverständlich offen für Gespräche mit Evonik sowie weiteren Beteiligten und habe bereits erste geführt, um die Situation zu erörtern und mögliche Perspektiven zu prüfen. Zugleich muss ich aber deutlich sagen: Die Stadt Marl kann den Betrieb des Badeweihers nicht übernehmen. Ein solcher Schritt würde eine Ausweitung freiwilliger Leistungen bedeuten. Als Haushaltssicherungskommune sind wir an enge rechtliche und finanzielle Vorgaben gebunden. Die Regelungen der Gemeindeordnung setzen hier klare Grenzen: Aufwendungen und Auszahlungen sind nur zulässig, wenn eine rechtliche Verpflichtung besteht oder sie für die Weiterführung notwendiger Aufgaben unaufschiebbar sind.”
Große Verbundenheit
Marls Stadtoberhaupt weiß um die große Verbundenheit vieler Bürgerinnen und Bürger mit dem Badeweiher. Umso wichtiger sei es für ihn, ehrlich zu kommunizieren, was kommunal möglich ist – und was unter den aktuellen haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen nicht möglich ist. "Selbstverständlich werden sich die Stadt Marl und ich konstruktiv in Gespräche einbringen. Wir können jedoch keine Zusagen machen, die wir rechtlich und finanziell nicht einhalten dürfen", sagt der Bürgermeister.