Riegefeld: Bombe erfolgreich entschärft

Auf einem Grundstück in der Holbeinstraße war eine britische Fünf-Zentner-Bombe mit einem hinteren Aufschlagzünder gefunden worden. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Marl war zusammengetreten. So war die Abfolge:

UPDATE, 28. Mai 2026:
Im Rahmen eines Bauprojektes hatten übrigens Luftbildauswertungen des Kampfmittelbeseitungsdienstes einen Verdachtspunkt ermittelt, der nach anschließenden Sondierungsarbeiten zum konkreten Verdacht wurde. Nach Freilegung wurde eine britische 5-Zentner–Bombe entdeckt, damit wurde der konkrete Verdacht erhärtet, so dass eine Evakuierung eingeleitet werden musste. 

Mehrere Gruppen des Ordnungsamtes sind gebietsweise von Haus zu Haus gegangen und haben jedes Haus / jede Wohnung aufgesucht und Anwohnende zum Verlassen der Wohnung aufgefordert. Hierbei sind die Gruppen auf Straßenzüge aufgeteilt worden. Die Ordnungskräfte haben vor Ort das Verlassen der jeweiligen Wohneinheit beaufsichtigt. Nachdem jede Gruppe die ihr obliegenden Straßenzüge aufgesucht hatte, erfolgte ein zweiter Durchgang. Transportbedürftige Personen wurden durch KTWs zum Sammelpunkt „WBG“ gebracht.

Sofern wir nach mehrmaligen Klingeln und/oder Klopfen keine Reaktion erfolgt, gehen wir davon aus, dass sich niemand in der Wohneinheit befindet. Zudem sind Warnfahrzeuge der Feuerwehr durchs Wohngebiet gefahren und haben mit Lautsprecherdurchsagen die Bewohner über die Situation informiert.

Nach dem Einsatz erfuhren die Mitarbeitenden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst, als auch vom überwiegenden Teil der Anwohnerschaft viel Lob und Dank. Zudem zeigten sich – abgesehen  von einzelnen Diskussionen - alle Anwohnenden sehr kooperativ und zeigten Verständnis für die Situation!

UPDATE 20:54 Uhr:
Die Bombe mit dem Heckaufschlagzünder kann nun auch abtransportiert werden. Für die erfolgreiche Entschärfung hatten zuvor Truppführer Peter Asmussen und Munitionsfachräumarbeiterin Patricia Heyne vom Kampfmittelräumdienst gesorgt. Mittlerweile ist auch die Grube auf dem Grundstück wieder zugeschüttet.

UPDATE 19:57 Uhr:
Die Entschärfung der 250-Kilo-Bombe ist erfolgreich beendet worden. Das Gelände ist freigegeben. Die dort lebenden Menschen können nun wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Für den Kampfmittelräumdienst war der Einsatz letztlich Routine. Insgesamt fünf Personen waren per Krankentransport aus dem Gebiet gebracht und wieder zurückgebracht worden.

UPDATE 19.15 Uhr:
Die Evakuierung ist abgeschlossen, die B225 wird nun gesperrt. Anschließend beginnt die Entschärfung der Bombe. Mittlerweile sind 40 Personen in der WBG.

UPDATE 18:45 Uhr:
Mittlerweile haben sich rund 30 Personen in der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) eingefunden. Eine Frau, die nicht selbstständig dorthin gelangen konnte, wurde mit Hilfe eines Krankentransportes gefahren. An der Hotline ist es relativ ruhig. Sobald die Evakuierung abgeschlossen ist, beginnt die Entschärfung. Zuvor wird noch die B225 temporär gesperrt.

Bisher musste nur eine Person, die nicht selbstständig 

UPDATE 18.30 Uhr:
Die Evakuierungen sind angelaufen - dabei geht es sehr gut voran. Die Anwohnerinnen und Anwohner zeigen sich sehr kooperativ. Auch das Team des Kampfmittelräumdienstes sind bereits vor Ort. Aktuell sind fast 80 Prozent aller Haushalte abgearbeitet.

Bisher haben wir berichtet:

Rund um die Fundstelle muss das Gebiet in einem Radius von 250 Metern evakuiert werden. Betroffen sind rund 1000 Bewohnerinnen und Bewohner. Zudem wird die Bundesstraße 225 gesperrt. Mitarbeitende der Stadt und der Feuerwehr sind unterwegs und informieren die Bewohner.

Vor Ort soll die Bombe noch heute entschärft werden. Das entsprechende Team des Kampfmittelräumdienstes ist unterwegs. Zudem werden derzeit die Anwohner per Lautsprecherdurchsagen informiert. Betroffene sollen nach Möglichkeit zu Verwandten oder Bekannten ausweichen oder die Evakuierungsstelle der Stadt Marl in der Mensa der Willy-Brandt-Gesamtschule zu nutzen.

Darüber hinaus wird das betroffene Gebiet weiträumig abgesperrt. Somit sind Zufahrten über die Holbeinstraße, Lucas-Cranach-Straße, Dürerstraße, Von-Schwind-Straße, Leiblstraße und Erlbrüggestraße nicht möglich. Dies gilt auch für Fußgänger.

Die Stadt bittet Anwohnerinnen und Anwohner, aufmerksam den entsprechenden Informationen - zum Beispiel über WhatsApp, NINA, über die Social-Media-Kanäle der Stadt und über die Website der Stadt Marl zu verfolgen. Für Fragen ist außerdem das Bürgertelefon über die Hotline 02365/917533 geschaltet.
 

Zurück

Betroffen sind Haushalte innerhalb des Kreises.

Peter Asmussen und Munitionsfachräumarbeiterin Patricia Heyne vom Kampfmittelräumdienst Foto: Stadt Marl / Pressestelle

Foto: Stadt Marl

Mittlerweile lässt nichts mehr auf einen Bombenfund in der Holbeinstraße schließen.