Mitgliedschaft im Deutschen Riga-Komitee
Marl ist Mitglied im Deutschen Riga-Komitee, das an das grausame Schicksal von mehr als 25.000 Menschen jüdischen Glaubens erinnert, die in der NS-Zeit nach Riga deportiert und überwiegend im Wald von Bikernieki ermordet wurden. Von November 1941 bis Dezember 1942 war Riga das Ziel zahlreicher Deportationszüge. Ebenso erinnert das Riga-Komitee des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge an mehr als 26.000 lettische Juden des Rigaer Gettos. Der Großteil von ihnen wurde vor der Ankunft der Deportationszüge aus dem Deutschen Reich in Rumbula ermordet.
Seit dem 27. Januar 2010 gehört Marl dem internationalen Städtebündnis an, das seit 2000 besteht. 2026 begeht das Riga-Komitee sein 25. Jubiläum mit insgesamt 80. Mitgliedsstädten (Stand: März 2026). Aus Marl waren u. a. Mutter Else und Sohn Rolf Abrahamsohn über Recklinghausen und Gelsenkirchen nach Riga deportiert worden. Sie hatten Riga am 1. Februar 1942 mit dem Transport aus Dortmund erreicht. Else Abrahamsohn wurde in Riga ermordet.
Kontakt
Frau Radscheid
Stadtmarketing und Ehrenamt Leitung Stadtmarketing und Ehrenamt, Städtepartnerschaften, Europa
Stadthaus 1, Gebäude 1
Raum: 1A.1.16
Carl-Duisberg Straße 165
45772
Marl